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Wille richtete seine Europameisterschaftsvorbereitung hauptsächlich auf den Marathon aus, da dies seine Lieblingsdistanz ist. Es war ihm jedoch bewusst, dass es ein sehr schweres Rennen werden würde, da andere Nationen mit bis zu 17 Fahrern am Start standen. Trotzdem ging Wille mit hohen Erwartungen ins Rennen. Die Strecke war als flacher Rundkurs, welcher 13-mal zu umrunden war, angelegt.
Bereits kurz nach dem Start wurde ein hohes Tempo angeschlagen. Von Anfang an wurde zudem sehr nervös gefahren und Wille konnte nach der ersten Zieldurchfahrt nur knapp einem Sturz entgehen. Der Vaduzer versuchte in den ersten Runden mehrmals, sich vom Feld zu lösen. Bereits nach den ersten Attacken merkte er jedoch, dass er sehr schwere und müde Beine hatte und nur mit Glück ein gutes Resultat erreichen konnte. Das Tempo im Feld wurde von den grossen Sprintnationen während des ganzen Rennens hoch gehalten, so dass sich kein Fahrer entscheidend lösen konnte. Auch Wille war mit seinen Ausreissversuchen nicht erfolgreich. Wie bereits im Vorfeld vermutet, kam es nach 42 Kilometern zum Zielsprint mit etwa 50 Fahrern. Wille rollte im Hauptfeld ohne Sprintambitionen ins Ziel, währenddem sich der Franzose Yann Guyader die Goldmedaille sichern konnte.
Wille nach dem Wettkampf:“ Ich hatte heute sehr schlechte Beine und kam nicht in den Wettkampf. Auch taktisch lief es mir überhaupt nicht nach Wunsch, ich war immer zur falschen Zeit am falschen Ort und stand zu viel im Wind. Es war ein schlechtes Rennen von mir. Leider gibt es solche Tage und ich werde versuchen, diesen Wettkampf hinter mir zu lassen und mich auf die kommenden Rennen zu konzentrieren. Bereits am nächsten Sonntag geht es für mich mit der Weltcupetappe in Zürich weiter“.
Insgesamt ein positives Fazit der Liechtensteiner
Insgesamt kämpften 160 Sportlerinnen und Sportler in zwölf Bewerben um die Medaillen bei Bahn- und Strassenwettkämpfen. Die diesjährige Europameisterschaft zeichnete sich trotz vielen Regengüssen und der teils harten Fahrweise der Sportler durch eine tadellose Organisation aus. Liechtensteins Speedskater konnten die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen. Insbesondere zeigte sich, dass die Topnationen die Liechtensteiner nicht mehr einfach ausser Acht lassen; speziell zu beobachten war dies beim Marathon, wo bei Attacken der Liechtensteiner immer sofort nachgeführt wurde.