Sie wurden von den 200.000 Zuschauern entlang der gesamten Strecke beim diesjährigen Berlin Inline Marathon begeistert angefeuert. André Wille aus dem Internationalen
IdEEprint-X-tech Team war einer der über 7'000 Startern. Der Vaduzer verteidigt mit einem ausgezeichneten Rennen seinen 18. Rang im World Ranking...
Das Rennen der Herren war durch eine Vielzahl von Ausreißversuchen geprägt, keinem Fahrer und keiner Gruppe gelang es jedoch sich endgültig abzusetzen. Einer der aktivsten Fahrer im Top besetzten Profifeld war André Wille mit seinem Ideeprint X-tech Team. Wille suchte immer wieder seine Chance an der Spitze des Feldes und mit Attacken eine Gruppe zu organisieren, scheiterte aber immer wieder an der Taktik der Sprinterteams. Beim Wettkampf am Samstag zeigte sich, dass Wille absolut verdient im World Ranking in den Top 20 klassiert ist. Leider war man sich in den Ausreißergruppen nie einig, nie wurde wirklich die Initiative ergriffen. Ein Grund dafür war sicherlich, dass die Top-Favoriten Diego Rosero und Yann Guyader eher passiv im Feld fuhren und ihre Teamkameraden kein Interesse hatten, in einer Führungsgruppe davonzufahren. So musste auch das Rennen der Herren auf eine Massenankunft hinauslaufen. Diesem Vorhaben der Grossen Teams wurde aber in den letzten 5 Kilometer beinahe noch einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Immer wieder war es das IdEEprint-X-tech Team um André Wille das versuchten sich vom Hautpfeld zu lösen. Und tatsächlich schien die Rechnung aufzugehen. Wille erschien 400 m vor dem Ziel alleine etwa 30 m vor dem Hauptfeld, er wurde aber leider 100m vor dem Ziel durch das heranbrausende Feld gestellt. Die Sprinter machen den Sieg untereinander aus. Hier war es ein in Berlin altbekannter Italiener, der einmal mehr seine Chance auf den letzten Meter perfekt nutzen konnte. Luca Saggiorato gewinnt den diesjährigen Berlin Marathon der Skater. Wille platzierte sich auf dem 31. Schlussrang und konnte wieder wichtige Weltcuppunkte sammeln.
“ Ich habe mich heute wieder super gut gefühlt und wollte unbedingt in einer Gruppe unterkommen, leider aber waren sehr viel Teams im Feld welche einen Sprint wollten. Am Schluss fehlten rund 100 m und wir hätten ein Top Resultat herausfahren können. Meine Teamkollegen und ich sind dennoch sehr zufrieden mit unserer Leistung.
Der Berlinmarathon zeigte sich von seiner besten Seite. Eine so absolut professionelle Organisation gibt es bei keinem anderen Rennen. Die vielen Zuschauer und Teilnehmer, die Live-Übertragung im TV – der Berlin-Marathon hat für die Skater einen höheren Stellenwert als die WM. Darum ist es keine Überraschung, dass fast alle Top-Skater nach Berlin gekommen sind, obwohl zeitgleich die WM in China stattfindet.“